Das Bild zeigt das Merkur-Vortstandsteam (v.l): Markus Spellmeyer, Markus Zahrnhofer, Andreas Gaugg und Christian Kladiva
Das Merkur-Vortstandsteam (v.l.): Markus Spellmeyer, Markus Zahrnhofer, Andreas Gaugg und Christian Kladiva;
Foto: Marija Kanizaj

Die Merkur-Gruppe steigerte ihr Prämienvolumen um 8,5 Prozent auf 1,001 Milliarden Euro und übersprang damit erstmals die Milliardengrenze. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte von 12,2 auf 18,6 Millionen Euro zu.

Besonders stark bleibt der Heimmarkt. In Österreich wuchs die Merkur Versicherung AG um 8,7 Prozent auf 759 Millionen Euro Prämienvolumen. Damit wächst das Grazer Haus nicht nur, es wächst auch schneller als der Markt. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich von 9,7 auf 15,3 Millionen Euro. Die Solvenzquote von 326,8 Prozent zeigt zudem, dass dieses Wachstum nicht auf Kante genäht ist.

Der Motor bleibt die Krankenversicherung. Mit 663,9 Millionen Euro Prämienvolumen und einem Plus von 9,7 Prozent festigt die Merkur ihre Rolle als zweitgrößter privater Krankenversicherer Österreichs. Auch Unfallversicherung, Sachversicherung und Lebensversicherung legten zu. International wächst die Gruppe ebenfalls, wenn auch mit etwas weniger Tempo.

Strategisch wichtig wird nun der Herbst 2026. Dann soll die Merkur Lebensversicherung AG mit der Merkur Versicherung AG verschmolzen werden. Für die älteste Versicherung Österreichs ist das mehr als Verwaltungstechnik. Es ist der Versuch, Größe, Fokus und Vertriebskraft unter einem Dach zu bündeln. Und nach dieser Bilanz wirkt das nicht wie defensive Konsolidierung, sondern wie kontrollierter Vorwärtsgang.