
Während andere Industriebetriebe über hohe Kosten, schwache Nachfrage und Standortprobleme klagen, liefert Knapp eine nüchterne Gegenrechnung. Wer Automatisierung, Software, Robotik und Künstliche Intelligenz beherrscht, kann auch in schwierigen Märkten wachsen.
Breites Branchenportfolio sorgt für Stabilität
Der Erfolg von Knapp beruht nicht nur auf der Größe des Unternehmens, sondern auch auf seiner breiten Aufstellung. Der Logistiktechnologie-Spezialist ist unter anderem in den Bereichen Healthcare, Retail, Fashion, Food, Wholesale und Industry tätig.
Diese Vielfalt macht das Unternehmen weniger abhängig von einzelnen Branchen und konjunkturellen Schwankungen. Entwickelt sich ein Markt schwächer, können andere Geschäftsbereiche einen Teil der Rückgänge ausgleichen. Was einfach klingt, ist eine wesentliche Voraussetzung für industrielle Widerstandsfähigkeit.
106 Millionen Euro für Forschung und Digitalisierung
KNAPP investierte zuletzt 106 Millionen Euro in Forschung, Entwicklung und Digitalisierung. Das entspricht rund fünf Prozent des Jahresumsatzes. Damit setzt das Unternehmen auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten gezielt auf Innovation und technologische Weiterentwicklung.
Die Investitionen fließen unter anderem in intelligente Automatisierungslösungen, Robotik, Software und Künstliche Intelligenz. Für Knapp ist Forschung damit kein kurzfristiger Kostenfaktor, sondern eine zentrale Voraussetzung für zukünftiges Wachstum.
Automatisierung für kleine und große Anwendungen
Mit dem AeroBot bietet KNAPP eine Automatisierungslösung für kleinere und mittlere Anwendungen. Gleichzeitig realisiert der steirische Technologiekonzern internationale Großprojekte mit umfangreichen Shuttle-Systemen.
Dazwischen liegt ein breites Portfolio, das vom Palettenhandling bis zur automatisierten Kommissionierung einzelner Artikel reicht. Knapp kann dadurch sowohl mittelständische Betriebe als auch internationale Handels-, Industrie- und Logistikkonzerne bedienen.
Künstliche Intelligenz als Teil der Prozesssteuerung
Künstliche Intelligenz ist bei KNAPP kein bloßes Marketingthema. Mit dem „Knapp Brain“ wird sie unmittelbar in die Steuerung und Optimierung logistischer Prozesse eingebunden.
Die Systeme analysieren Abläufe, koordinieren Warenströme und helfen dabei, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen. Automatisierung und Software werden dadurch zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Kosten wächst die Nachfrage nach Lösungen, die Produktivität und Lieferfähigkeit erhöhen.
Knapp beschäftigt 9.000 Mitarbeiter
Knapp beschäftigt derzeit weltweit rund 9.000 Mitarbeiter. Davon arbeiten etwa 4.600 in Österreich. Das Unternehmen gehört damit zu den bedeutendsten Technologiearbeitgebern der Steiermark. Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen, dass industrielle Krisen nicht alle Unternehmen gleichermaßen treffen. Knapp begegnet der schwachen Konjunktur mit Innovation, internationaler Diversifizierung und konsequenter Automatisierung. Der Technologiekonzern automatisiert die Krise zwar nicht vollständig weg, schafft sich damit aber einen entscheidenden Vorsprung.