Das Bild zeigt den Kärntner IV-Präsidenten Springer.
[Foto: Assam/Bauer]
Kärntens Industrie sendet vorsichtige Stabilisierungssignale. Laut IV-Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2026 bewerten 47 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 26 Prozent aber weiterhin als schlecht. Auch Aufträge und Produktion zeigen leichte Aufwärtstendenzen, von einer echten Trendwende will IV-Präsident Timo Springer dennoch nicht sprechen. Die Erträge bleiben angespannt, die Beschäftigung stabilisiert sich nur auf niedrigem Niveau. Gefordert werden niedrigere Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen. Besonders beim Entgelttransparenzgesetz warnt die IV vor nationalen Zusatzregeln und neuem Aufwand, der funktionierende kollektivvertragliche Strukturen schwächen könnte. Die geplante Entlastung ab 2028 sei positiv, komme aber deutlich zu spät für viele Betriebe.