Das KI-generierte Bild zeigt eine menschenleere Dark Factory mit zahlreichen Robotern.
Sind Dark Factorys die Zukunft? [Foto: Fazit_KI]

Das Ergebnis ist unerquicklich: Die DACH-Region modernisiert zu langsam, während China bei Digitalisierung, Automatisierung und KI den Takt vorgibt. Besonders deutlich wird der Abstand beim Einsatz künstlicher Intelligenz in der Produktion. In 71 Prozent der chinesischen Unternehmen sind KI-Lösungen bereits fest im Produktionsalltag verankert. Im DACH-Raum liegt dieser Wert bei nur 37 Prozent. Noch gravierender ist der Unterschied bei der Echtzeitsteuerung: 40 Prozent der chinesischen Firmen setzen bereits auf vollständig KI-gestützte Entscheidungsfindung, in der DACH-Region sind es lediglich sechs Prozent. Auch organisatorisch ist China weiter: Neun von zehn Unternehmen verfügen dort über einen CIO, der die digitale Infrastruktur strategisch plant.

Der Rückstand zeigt sich nicht nur bei KI. Auch beim Zukunftskonzept Software-Defined Manufacturing wirkt Europa erstaunlich unvorbereitet. Während sich in China und Indien jeweils 30 Prozent der Befragten eine sehr hohe Vertrautheit mit SDM bescheinigen, kommt die DACH-Region gerade einmal auf drei Prozent. Die USA liegen bei 14, Mexiko bei 18 Prozent.

[Quelle: MHT]
Die eigentliche Botschaft der Studie ist daher unangenehm klar. Der DACH-Raum kämpft nicht mehr um die Spitze, sondern zunehmend darum, den Anschluss nicht vollends zu verlieren. Wer Industrie 4.0 weiter vor allem als Sparprogramm versteht, wird gegen Länder verlieren, die Digitalisierung längst als Machtfrage begreifen.