Oder zumindest in das, was er uns als sein Innerstes präsentieren will. Auf 72 Seiten finden sich beinahe 90 Gedichte, die man auf einen Schlag gut in einem Kaffeehaus durchlesen kann.
Polansek schafft es, auch lyrikferne Menschen mit seinen mal mehr mal weniger kurzen Reimen in einen ungewissen Bann zu ziehen. Warum man das Buch einem Lesebuch gleich immer wieder aufschlägt, um darin zu blättern, kann man gar nicht genau sagen. Jedenfalls tut man es gerne und erfreut sich so ordentlich an Leckerbissen wie »A Gschäft is a Gschäft« (Nummer 65) oder »Auffi, owi, ummi, eini« (Nummer 50). Nicht alle vorgelegten Verse sind in Mundart verfasst und schon gar nicht reimen sie sich, jeder einzelne lässt einen aber zumindest für wenige Augenblick diese Reise duch Christian Polasek nachklingen. Der Autor wird übrigens am 30. Jänner nächsten Jahres im Gasthaus Thöny in Maria Lankowitz eine Lesung aus dem Buch vornehmen. Eine sicher gute Gelegenheit für Ihre Begegnung mit zeitgemäßer steirischer Dichtkunst. [ck]
::: Zur Webpage von Christian Polansek
Alles Kultur, Fazit 147 (November 2018) – Foto: Christian Polansek