Ein Porträt von Pointner
[Foto: Neos]
Herr Pointner, 2021 kamen die NEOS in Graz auf 5,4 Prozent. Was ist diesmal anders – und warum sollten die Grazer den NEOS diesmal mehr zutrauen?
Graz braucht echte Reformen. Wir NEOS haben den Mut dazu und treten für beste Bildung, eine starke Wirtschaft und eine moderne Verkehrspolitik ein. Gleichzeitig sehen wir uns weiter gerne als einzige echte Kontrollpartei. Die KPÖ wird wohl Erste, die ÖVP bereitet sich auf eine Koalition mit den Kommunisten vor, und die FPÖ ist mit ihrem eigenen Finanzskandal beschäftigt. Bei dieser Wahl geht es also auch darum, wer kontrolliert.

Sie fordern „Lösungen statt Stillstand“ – etwa bei Kinderbetreuung und Verkehr. Wo ist Graz am schlechtesten regiert, und was würden Sie sofort umsetzen?
Graz wird dort am schlechtesten regiert, wo die Menschen die Probleme täglich spüren. Es fehlen Kinderbetreuungsplätze, und viele Kinder starten mit ungleichen Voraussetzungen ins Bildungssystem. Die Fixplatzgarantie für jedes Kind ab dem zweiten Lebensjahr hat für uns höchste Priorität.

Ihre Tram-Aktion beim Hilmteich brachte massive Kritik bis hin zu Rücktrittsforderungen ein. War sie rückblickend ein politischer Fehler?
Ich sehe das rückblickend weder als politischen Fehler, noch ging es mir um zusätzliche Aufmerksamkeit. Ich bin selbst Mariatroster und wie viele andere vom mangelhaften Management genervt. Täglicher Ärger, lange Wege und Zeitverlust sind für viele Menschen in meinem Bezirk Realität. Ich bleibe dran – für alle, die auf die Öffis angewiesen sind.